Deutsche Unternehmen sprechen nicht genug Türkisch!

In Deutschland leben 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, das sind 20 % der Bevölkerung. Die türkischstämmigen Bürger bilden die größte Gruppe, ein attraktives Wirtschaftspotenzial, das von Unternehmen nicht ausreichend entdeckt wurde. Der Ethnomarketingexperte Burhanettin Gözüakça schreibt in seinem Buch “Zielgruppenmarketing“, das 2013 erscheint, das deutsche Unternehmen beim Werben um diese Menschen die kulturellen und religiösen Hintergründe kennen und berücksichtigen müssen.

In seiner Studie untersucht Gözüakça die Kaufkraft der türkischstämmigen Menschen in Deutschland. Als Negativbeispiel nennt er eine Media Markt Werbung, in der versucht wird die Botschaft “saubillig“ ins Türkische zu übersetzen. Bei den Moslems gelten Schweine als unrein und nicht kaufanregend. Gözüakça: „Wenn man die türkische Kultur und Religion gekannt hätte, wäre dieser Fehler nicht passiert.“

Zwar werben Unternehmen wie Mercedes, AOK und Deutsche Bank auf Türkisch, so Gözüakça, aber es reicht nicht die Botschaft zu übersetzen, man muss auch den Inhalt und die Aussage auf die Zielgruppe abstimmen. Gözüakça: „Die Türken in Deutschland sind jung, haben viele Kinder und ein großes Markenbewusstsein. Die deutschen Unternehmen haben dieses Potenzial bisher kaum genutzt.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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