Türkischer Satellit Göktürk-2

Heute um 18:12:52 Uhr wird der zweite türkische Satellit Göktürk-2 vom chinesischen Stützpunkt Jiuguan ins All geschossen.

Der türkische Aufklärungssatellit Göktürk-2 mit hoher Bildauflösung von 2,5 Metern wird heute vom chinesischen Stützpunkt Jiuguan ins All geschossen. Geplant war als Abschussdatum der 19. Dezember, doch aufgrund der schlechten Wetterbedingungen wurde die Reise um einen Tag vorgezogen. Auf einer feierlichen Veranstaltung in der TÜBITAK UZAY, die sich auf den ÖDTÜ (Universität des Mittleren Ostens) Campus befindet, an der auch Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan teilnimmt, wird der Start live gezeigt.

Der Satellit, der gemeinsam von TÜBITAK Forschungsinstitut für Weltraum Technologien (UZAY) und TUSAŞ Iş Ortaklığı zum größten Teil mit eignen Mitteln gebaut wurde, wird heute vom Stützpunkt Juiguan im chinesischen Provinz Gansu ihre Weltraumfahrt beginnen. Der Start wird von Bodeneinheiten der TÜBITAK UZAY in Norwegen und Ankara live mitverfolgt.

Der Satellit der in Verteidigung- und Entwicklungsbereichen einen wichtigen Beitrag leisten soll, wird in 686 Kilometern über der Erde platziert. Das erste Signal wird nach Berechnungen um 21.25 Uhr in Ankara empfangen. Danach beginnt der Informationsfluss über den Zustand des Objektes wie Temperaturen, Wellenstrom und Spannung. Im Anschluss wird der nationale Flugcomputer Blige gestartet und stoppt mit den ankommenden Befehlen dafür die Saltobewegungen des Satelliten nach der Abkopplung von der Rakete. Göktürk-2 wird über drei Achsen so kontrolliert, dass sie über der Erde die genau geplante Position erreicht und einnimmt. Anschliessend werden die Sonnenkollektoren nacheinander geöffnet, so dass die benötigte Energie produziert werden kann. Die ersten Bilder werden zwischen dem 25. Und 30. Dezember erwartet.

Ibrahim Keskiner, der Vorsitzende der TUSAŞ Weltraum Systeme beantwortete die Fragen zu dem ersten türkischen Aufklärungssatelliten und erklärte, dass die Bilder, die Göktürk-2 aufnimmt, im militärischen Bereich zur Verteidigung und in den zivilen Bereichen zur Analyse von Umweltschutz, Landwirtschaft, Naturkatastrophen, Schädlingsbekämpfung verwendet werden sollen. Außerdem soll der Satellit eingesetzt werden, um Erosion bedrohte Gebiete zu erkennen, Stadtplanung zu machen, Kartographie zeichnen zu können und Bauten ohne Genehmigung aufzuspüren. Die Bilder zu Verteidigungszwecken werden nicht offen versendet, sondern mit Hilfe des selbst entwickelten Kryptosystems verschlüsselt verschickt, so Keskiner. Der Zylinder auf dem Satelliten verfügt über eine Kamera mit einer Bildauflösung von 2,5 Metern, erklärt Keskiner und informiert: „Diese Auflösung bietet die Möglichkeit ein 2,5 Quadratmeter großes Objekt auf der Erde zu sehen. Das heißt auf den Aufnahmen kann man bequem ein Auto auf der Straße erkennen.“

Für Eventualitäten während des Startes wurde der Satellit versichert, so Keskiner und informiert: „Falls es zu einem unerwünschten Vorfall kommt, werden wir einen Satelliten ins Weltall schicken, der genauso gebaut und getestet wurde“.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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