Drehbuchpreis für Kinofilm über Guantánamo-Häftling

Das Drehbuch zum Kinofilm «Fünf Jahre» über den deutschen Guantánamo-Häftling Murat Kurnaz ist bei der Berlinale mit dem Thomas-Strittmatter-Preis ausgezeichnet worden. Das Drama basiert auf dem Buch des Bremer Türken, der kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in Pakistan festgenommen wurde und mehrere Jahre im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba durchleiden musste. Für das Drehbuch dazu wird Stefan Schaller mit dem Hauptpreis von 20 000 Euro geehrt. Er strebt damit sein Regie-Diplom an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg an.

Jeweils weitere 2500 Euro wurden den beiden nominierten Drehbüchern «Finn und der Weg zum Himmel» von Steffen Weinert aus Berlin und «Die Verantwortlichen» von Gerd Schneider aus Stuttgart zugesprochen. Insgesamt waren in diesem Jahr 41 Drehbücher eingereicht worden. Die MFG Filmförderung vergab den Preis zum 13. Mal an Drehbücher von Autoren aus Baden-Württemberg oder mit inhaltlichem Bezug zum Südwesten. Der Preis erinnert an den Theater- und Drehbuchautor Thomas Strittmatter (1961-1995).

Stefan Schaller verstehe es «mit großer Geschicklichkeit auf verschiedenen Ebenen zu erzählen: Während die Verhörszenen dicht und spannend gebaut sind, zeigen die Rückblenden, wie ein junger Mansch auf der Suche nach Orientierung ein überzeugter Muslim wird», heißt es in der Begründung der Jury. Das Kurnaz-Buch «Fünf Jahre meines Lebens. Ein Bericht aus Guantanamo» kam 2007 auf den Markt.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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