Magen, Arbeit und Ehefrau verloren!

2008 ging Yaşar Aydemir aus Rottenburg bei Böblingen zur Routineuntersuchung zum Arzt. Der schickte Ihn mit Krebsverdacht am Magen ins Krankenhaus. Aydemir: „Im Krankenhaus wurden 80 % des Magens und der Galle entfernt. Das entnommene Gewebe wurde zur Untersuchung nach Tübingen geschickt.“

In Tübingen konnten keine Krebszellen im Gewebe entdeckt werden, so der Untersuchungsbericht. Aydemir: „Ich sprach mit dem Oberarzt darüber und er sagte nur: ”So etwas kann passieren“. Daraufhin habe ich über einen Anwalt das Krankenhaus auf 300.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Der Schriftwechsel zeigte jedes mal mich im Recht. Zwei Untersuchungsberichte aus Tübingen belegten, dass ich keinen Krebs habe. Die Verhandlung zog sich in die Länge. Das Krankenhaus Böblingen und das Gericht forderten einen dritten Bericht aus Tübingen an. In diesem Bericht stand, dass man auf eine nadelspitzengroße Krebszelle gestoßen ist.“

Während der langen Gerichtsverhandlung geriet der Mann aus der türkischen Stadt Sakarya in finanzielle und private Schwierigkeiten. Seine Ehefrau trennte sich von ihm und er verlor seine Arbeit, weil er keine schweren Tätigkeiten mehr machen konnte. Als er seine Miete nicht mehr zahlen konnte, kündigte sein Vermieter die Wohnung. Auch gab es Probleme mit dem Honorar des Anwaltes. Aydemir: „Daraufhin hat er nicht mehr auf die Schreiben widersprochen und hat das Gerichtsurteil abgewartet. Ich muss nun auch 8200 Gerichtskosten bezahlen. Obwohl ich einen Untersuchungsbericht in der Hand habe, bin ich ungerecht behandelt worden. Ich hoffe auf Unterstützung, damit ich meinen juristischen Kampf weiterführen kann.“

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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