Zurück in die fremde Heimat

Semiya Simsek war 14 Jahre alt als ihr Vater Enver am 9. September 2001 von der Zwickauer Terrorzelle ermordet wurde. Der Blumenhändler aus Nürnberg war das erste Opfer der rassistischen Mordserie, die Deutschland erschütterte. Seine Tochter wird bei der morgigen Gendenkfeier eine Rede halten. Gegenüber dem Tagesspiegel verkündete die junge Frau, dass sie im Juni Deutschland verlassen wird. Als nach elf Jahren nach dem Mord an ihrem Vater herauskam, dass er von Neonazis umgebracht wurde, war ihr erster Gedanke: „Deutschland will uns nicht. Jetzt will ich gehen“. In der Nachricht im Tagesspiegel wird betont, dass Simsek nach ihrer eigenen Aussage in ein fremdes Land geht und sich dort erst einmal einleben, integrieren muss. Semiya Simsek und ihre Familie wurden jahrelang von der Polizei verdächtigt und beschuldigt. Ihnen wurde vorgeworfen zu schweigen und ihnen wurde nichts geglaubt, weil sie Türken sind, so die junge Frau.

Semiya Simsek stellt klar: „Die Neonazi sollen wissen, dass ich in die Türkei zurückkehre bedeutet nicht, dass ich nicht nach Deutschland gehöre.“ Mit ihrer Rede auf der Gedenkfeier will Semiya die Gesellschaft warnen.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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