Wulffs Frühstücksbrötchen kommen aus Hannover

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff wird seit seiner Wahl zum Präsidenten unter die Lupe genommen. Nicht ungewöhnlich werden alle Aktionen, sei es in seiner Amtstätigkeit oder in seiner Privatsphäre, kritisiert.

Nun was spricht gegen eine Lieferung seiner Brötchen von Hannover nach Berlin? Die Brötchen-Lieferung sei umweltschädlich, dekadent und überflüssig, schimpften Oppositionspolitiker und Umweltschützer in Berlin. Und auch die lokale Handwerkskammer ist empört, da sie die Backkunst der heimischen Bäcker missachtet sieht: “An der Qualität der Berliner Brötchen kann es nicht liegen.”

Warum wird ausgerechnet das Frühstücksbrötchen ein „Dorn im Auge“? Die Aufregung wegen der „Brötchen-Lieferung aus Hannover“ kommt verspätet, denn diese Aktion ist nicht die Idee von Wulff. Die Bestellung ist von Vor-Vorgänger Roman Herzog ausgegangen. Auch andere Namen tauchen auf der Liste des Bäckers Gaue aus Hannover auf, wie z.B. Horst Köhler und der Ex-Außenminister Joschka Fischer. Das Ergebnis ist damit, dass die Medien, die Zeitung inklusive, das „Timing“ von Kritik noch üben sollten; und die Aufregung nicht so aussehen lassen, als sei im Sommerloch verkrampft nach Stoff gesucht worden. Berliner Toleranz ist erwünscht!

Gülcihan Güllüoglu – Frankfurt

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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