Wiedersehen nach sieben Jahren!

Vor 7 Jahren wurde Elif Yaman in Deutschland ihrer Mutter weggenommen, mit der Begründung, dass die Frau arbeitslos ist. Die damals 12-Jährige kam zu einer deutschen Pflegefamilie. Nach einer Initiative des türkischen Vize-Ministerpräsidenten Bekir Bozdağ  hat die junge Frau nun ihre Mutter in der türkischen Provinz Sakarya wiedergesehen. Elif kam mit einer Maschine der Turkish Airlines von Düsseldorf nach Istanbul und wurde hier von Mitarbeitern des Ministeriums empfangen, die sie nach Sakarya brachten.

In einem Hotel in der Kleinstadt Erenler erwartete die Mutter sehnsüchtig ihre Tochter. Beim Wiedersehen fielen sie sich in die Arme und Elif konnte die Tränen nicht zurückhalten. Zuletzt haben sich die beiden 2010 gesehen, als Elifs Mutter nach Deutschland kam, um ihre Tochter in Dortmund zu besuchen, wo sie mit ihrer Pflegefamilie wohnt. Elif war sehr aufgeregt ihre Mutter nach drei Jahren wieder zu sehen, weil Sie kein türkisch spricht erklärte die junge Frau mit Hilfe eines Dolmetschers: „Ich erlebe gerade etwas, was man nicht beschreiben und mit Worten ausdrücken kann. Es kommen einem soviele unterschiedliche Begriffe in den Sinn. Die Erinnerungen kommen wieder, Gefühle, die man nicht beschreiben kann aber am Ende ist es schön hier zu sein und sie zu sehen.“

Das sie ihre Tochter treffen wird, hat Ayşe Yaman vor drei Wochen erfahren: „Ich hatte mich in der Sommersaison von Kuşadası getrennt. Ich konnte keine ergiebige Arbeit finden und habe ein Problem mit meiner Unterkunft. So habe ich nicht mitbekommen, das diese Sache in die Zeitungen gekommen ist.“ Auf die Frage, was sie ab jetzt machen werden, antwortet Mutter Yaman: „In dieser Sache möchte ich nicht alleine entscheiden. Ich weiß nicht was meine Tochter denkt. In dieser Phase möchte ich in der Türkei bleiben.“

Auf eine Frage über das große Interesse der türkischen Medien in Deutschland an ihrem Fall erklärt Elif Yaman: „Es ist ein schönes Interesse, doch auch wenn es um mich geht, geht es nicht nur um mich. Denn in Deutschland gibt es viele Kinder, die bei deutschen Pflegefamilien leben. Ich bin traurig darüber, dass ich nicht Türkisch sprechen kann und bei einer türkischen Pflegefamilie untergebracht werden konnte. Auch wenn es in diesem Fall um mich geht, gibt es ein politisches Problem und das Medieninteresse an diesem Problem macht mich glücklich.“ Ob Sie Probleme hatte, ihre Religion in einer deutschen Pflegefamilie zu zelebrieren, so eine Frage auf die Elif erklärte: „In diesem Punkt habe ich keine Schwierigkeiten gehabt. Ich kann in die Moschee gehen, habe den Koran lesen gelernt, ein Kopftuch getragen. Ich konnte auch Freunde treffen, die Türkisch sprechen.“

Vize-Ministerpräsident Bekir Bozdağ hat Ayşe und Elif Yaman im Amt für Auslandstürken und verwandte Völker empfangen. In einer Presseerklärung nach dem Treffen sagte Bozdağ, dass das Amt für Auslandstürken und verwandte Völker die Verbindung zwischen Mutter und Tochter wieder hergestellt hat, die lange getrennt waren. Er wünsche Elif Yaman viel Erfolg für die Zukunft so Bozdağ und erklärte, dass die junge Frau in einem Camp für Türken im Ausland als Gast untergebracht wird. Ihre Mutter wird eine neue Arbeit in der Staatsverwaltung von Sakarya beginnen.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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