Verbietet lieber Tattoos anstatt Beschneidung!

Beschneidungen schützen Kinder vor vielen Krankheiten, erklärt der Kinderchirurg Dr. Mustafa Akman und sagt, dass die Hälfte der Amerikaner sich aufgrund der gesundheitlichen Vorteile für eine Beschneidung entscheiden.

Das Landgericht in Köln hat mit der Begründung der Körperverletzung Beschneidungen verboten. Mit diesem Urteil ist die Beschneidungsdiskussion erneut entfacht. Dr. Mustafa Akman, Kinderchirurg an der Medical Park Chirurgie Krankenhaus Komplex, hat unsere Fragen zum Thema Beschneidung beantwortet.

Ist Beschneidung eine medizinische Notwendigkeit oder ein religiöses Ritual?

Beschneidungen werden heutzutage aus Glaubensgründen, aber auch, wie im Westen, aus medizinischen Vorteilen gemacht. Bei einer Untersuchung aus dem Jahre 2006 kam heraus, dass 56% der amerikanischen Männer beschnitten sind. Dabei sind nur 15% der Amerikaner Juden. Familien in westlichen Ländern und Amerika, die über die Vorzüge der Beschneidung informiert sind, lassen ihre Kinder kurz nach der Geburt beschneiden.

Glauben Sie, dass die Entscheidung der Familien ihre Kinder beschneiden zu lassen Körperverletzung ist?

Von Verletzung des Körpers kann man nur unter ganz bestimmten Umständen sprechen. Heutzutage tun Beschneidungen weniger weh als sich tätowieren oder piercen zu lassen, wenn sie unter Einhaltung der Regeln durchgeführt werden. Dass man anstatt über Ohrenstechen und Tätowieren zu diskutieren, die nur soziale Gründe haben und als Körperverletzung gelten können, redet man über Beschneidung, deren Vorteile im 21. Jahrhundert von der Medizin bewiesen wurden kommt mir wie eine seltsame Beschäftigung vor.

Aus welchen Gründen kann es zu fehlerhaften Beschneidungen kommen?

Wenn die Beschneidungen von Menschen gemacht werden, die nicht befugt sind, sind Fehler unumgänglich. Beschneidungen, die schnell und unhygienisch gemacht werden können zu Nebenfolgen und Fehlern führen. Falsch gemachte Beschneidungen können zu bleibenden Schäden am Penis und zur Störung der sexuellen Funktionen führen. Mit anderen Worten: sie kann das Leben des Kindes zerstören.

Nicht zwischen 2 und 7 Jahren!

In welchen Jahren sollte man ein Kind beschneiden lassen?

Zwischen 2 und 6 Jahren, besonders zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr befinden sich Kinder im psychosozialen Entwicklungsalter. Sie haben in dieser Phase Angst ihren Penis zu verlieren. Beschneidungen in diesem Alter können zu psychischen Störungen führen. Diese Phase ruht ab dem 7. Lebensjahr bis zur Pubertät. Beschneidungen ab diesem Alter können zur psycholsozialen Entwicklung des Kindes beitragen. Aus diesen Gründen wird empfohlen, dass Kind entweder in den ersten 20 Tagen nach der Geburt oder ab 7 Jahren zu beschneiden.

Die Vorteile der Beschneidung

–  Nach einer gut durchgeführten Beschneidung kommen Krankheiten und Störungen wie Vorhautentzündungen, Vorhautverengungen und Paraphimose (Abklemmung der Eichel durch die verengte Vorhaut) nicht vor.

–  Nach der Beschneidung kommt Vorhautentzündung durch Urinansammlung und somit Nierenschaden nicht vor.

–  Ehefrauen und Lebensgefährtinnen von unbeschnittenen Männern sind stärker von Gebärmutterhalskrebs betroffen als von beschnitten Männern.

–  Bei unbeschnittenen Männern kommen häufiger Geschlechtskrankheiten vor.

Neugeborenenbeschneidung

Die Vorteile der Beschneidung bei Neugeborenen in den ersten 20 Lebenstagen:

–  Da der Penis noch nicht stark durchblutet ist, kommt es kaum zu Blutungen bei der Beschneidung.

–  Die Narben verheilen sehr schnelll.

–  Aufgrund der begrenzten Wahrnehmung können die Neugeborenen nicht unter den Folgen von eventuellen psychologischen Störungen leiden.

Harnwegsinfektionsrisiko sinkt um das 10-fache.

Bei einer Untersuchung in mehreren Ländern mit 400.000 Neugeborenen Jungs wurde festgestellt, dass 7 % der Babys an Harnwegsinfektionen leiden, bei beschnittenen Babys waren es nur 0.7%. Das heißt Beschneidungen bei Neugeborenen verringern das Harnwegsinfektionsrisiko um das 10-fache.

Krankheiten wie Vorhautverengungen, Vorhautentzündungen und Paraphimose werden durch die Beschneidung vollständig verhindert.

Beschneidung schützt vor Geschlechtskrankheiten

In vielen medizinischen Untersuchungen wurden die Vorteile der Beschneidung unter Beweis gestellt.  Einer dieser Vorteile zeigt sich, wenn die Jungs zu Männern werden. Mit der Entfernung des Vorhautes werden auch die Risiken der Geschlechtskrankheiten deutlich verringert.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

Link: http://almanca.hukuki.net/verbietet-lieber-tattoos-anstatt-beschneidung.htm
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