Tausendjährige Tradition muss weiterleben

Guntram Schneider, Intergrationsminister in Nordrhein-Westfalen, hat erklärt, dass sie nach der Sommerpause gemeinsam mit anderen Bundesländern eine gesetzliche Regelung für Beschneidungen im Bundestag anregen werden. Schneider empfing die Vereinigung Türkischer Journalisten NRW im Ministerium und betonte, dass auch Kurt Beck, ebenfalls von der SPD, sich für diese gesetzliche Regelung ausspricht.

Typisches deutsches Gerichtsurteil

Zum Thema Beschneidung sagte Schneider: „Eine tausendjährige Tradition muss weitergeführt werden“ und bezeichnete das Urteil des Kölner Landgerichts als “ein typisch deutsches Gerichtsurteil“. Das Gericht hat den Fall in einem sehr engen Rahmen beurteilt, so Schneider und: „So ein Urteil wäre in Holland, Belgien, Frankreich oder Österreich nicht gefallen“. Er betonte, dass es zu Bescheidungstourismus oder zu illegalen Beschneidungen kommen wird, die sehr gefährlich für die Gesundheit der Kinder sind, wenn dieses Urteil aufrecht erhalten wird.

Außerdem sprach sich Schneider dafür aus, die Vernichtung der NSU-Akten aufzuklären und informierte über die Integrationsarbeit seines Bundeslandes.

Recai Aksu, der Vorsitzende der Türkischen Journalisten Vereinigung in NRW forderte von dem Minister, sich für die Aufklärung der NSU-Aktenvernichtung einzusetzen und die Fahndungspannen aufzudecken. Diese Vorfälle würden die türkischen Migranten stark verunsichern und deren Vertrauen in die deutschen Sicherheitsbehörden zerstören. Aksu sagte, dass sie und die türkische Gemeinde die vollständige Aufdeckung der NSU-Mordserie erwarten.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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