Schröder ja, Akyol nein!

Die 30-jährige Nuray Akyol lebt in Dortmund, betreibt ein Café und ist Deutsche. Seit Mitte Januar sucht die Frau, die türkische Eltern hat und in Deutschland geboren wurde, eine Wohnung für ihre Schwester, die von Berlin nach Dortmund ziehen möchte. Dabei wurde sie Opfer einer unerwarteten Diskriminierung. Sie meldete sich mit ihrem richtigen Nachnamen auf eine Wohnungsannonce und bekam keinen Besichtigungstermin. Sie meldete sich auf die gleiche Anzeige erneut und nannte sich Schröder, sofort wurde sie gebeten vorbeizukommen und sich die Wohnung anzuschauen.

Seit einem Jahr leerstehend

Die junge Frau beschreibt ihre erschütternde Erfahrung mit den folgenden Worten: „Ich sah eine Wohnung im Stadtzentrum mit einem „zu vermieten“-Schild am Fenster. Ich rief an. Als ich meinen Nachnamen nannte änderte sich der Ton. Mir wurde gesagt, dass man mir den nächsten Massenbesichtigungstermin durchgeben wird. Obwohl Wochen vergingen hörte ich nichts. Meine Tante hat einen Dönerladen gegenüber der Wohnung. Als ich ihr davon erzählte, sagte sie mir, dass die Wohnung seit über einem Jahr leer steht“.

Schock beim Besichtigungstermin

Die Tante erzählte ihr auch von einem Immobilienmakler, der sich die Wohnung angeschaut hat. Akyol klagt: „Ich machte die Internetseite des Immobilienmaklers ausfindig und schrieb eine E-Mail. Ich hinterlies eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, bekam aber keinen Rückruf. Als ich das nächste Mal anrief, sagte mir eine Frau, dass die Wohnung bereits vermietet wäre. Einige Tage später sah ich im Internet, dass die Wohnung immer noch zu vermieten ist. Diesmal stellte ich mich als „Schröder“ vor und man sagte mir, dass ich am selben Tag die Wohnung besichtigen kann. Als ich hinging, um mir die Wohnung anzuschauen, sah sie, dass ich keine Deutsche bin und bekam einen wütenden Gesichtsausdruck. Ich habe verstanden, dass mein Nachname ein großes Hindernis bei der Wohnungssuche ist.“

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

Link: http://almanca.hukuki.net/schroder-ja-akyol-nein.htm
Artikel: Schröder ja, Akyol nein!
Dieser Beitrag wurde unter Nachrichten abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*