Scharfe Kritik von Caglayan an Merkel

Der für den türkischen Außenhandel verantwortliche Staatsminister Zafer Caglayan hat während seines Deutschlands Besuchs die Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Blockade der EU-Verhandlungen mit der Türkei verantwortlich gemacht und sie scharf angegriffen. “Die Regierungspartei in Deutschland unter der Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist eine christdemokratische religiöse Partei. Ich unterstreiche ausdrücklich, dass Merkel die Türken nicht mag. Die negative Einstellung gegenüber Türken überwiegt. Sie ignoriert die 3 Millionen Landsleute, die in Deutschland leben”, sagte der Minister Zafer Caglayan in Köln.

Er kritisierte auch die Haltung der Bundeskanzlerin in der Zypern-Frage: “Mit falschen Instrumenten beschuldigt sie die Türkei bei der Lösung der Zypernfrage kein Entgegenkommen zu zeigen. Dabei ist es offensichtlich und das weiss die ganze Welt, die Türkei war diejenige, die den Annan-Plan akzeptierte und somit erheblich zur Lösung des Problems beitrug. Meiner Meinung nach hat sie die Unterlagen ihrer Berater falsch gelesen”, so Caglayan. Er beschuldigte ebenfalls das Verhalten der EU gegenüber der Türkei mit den Worten: “Die EU muss sich fragen, ob sie weiterhin ein Christenclub bleiben will. Sollte es der Fall sein, können wir es akzeptieren. Es muss jedoch gegenüber der Türkei offen und ehrlich zugegeben werden. Ansonsten weiss man nicht, woran man ist, es ist mal so, mal so”, sagte der Minister. Die internationale Kölner Süßwarenmesse wurde nämlich anlässlich der Partnerschaft der Türkei von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle gemeinsam mit dem für den türkischen Außenhandel verantwortlichen Staatsminister Zafer Caglayan eröffnet.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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