Reiche studieren, Arme machen eine Ausbildung

Eine Studie der Vodafone Stiftung hat die Chancenungleichheit im deutschen Bildungssystem offenbart. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Jugendliche aus wohlhabenden Akademikerfamilien sechs Mal höhere Chancen haben, ein Studium zu beginnen als Jugendliche aus sozial schwachen Schichten.

Der Autor der Studie, Steffen Schindler vom Zentrum für europäische Sozialforschung, sagt über die Studie mit dem Titel ”Aufstiegsangst“, dass Jugendliche aus bildungsfernen Familien, die eine Chance zum studieren bekommen aus Zukunftsangst sich doch für eine Ausbildung entscheiden. Das Ergebnis der Studie ist, dass auch die Bemühung der Bildungspolitik, die Hochschulen auch für Schüler aus sozial schwachen Familien zu öffnen, ohne Erfolg blieb. Die Zahl der Studenten aus Nichtakademikerfamilien ist von 80 % auf 50 % gesunken. Das heißt, die Hälfte von ihnen nutzt seine Chance zum Studium nicht.

Da aber viele Ausbildungsberufe Abitur als Qualifikation voraussetzen, ist die Zahl derjenigen, die die Hochschulreife ablegen leicht angestiegen, die Zahl der Studierenden aber leicht gesunken. Die Entscheidung gegen das Studium wird auch durch fehlende Vorbilder verstärkt. Arbeiterkinder müssen nicht nur die finanzielle Sorge für ihr Studium tragen, sie müssen auch Versagensängste überwinden.

Die gesamte Studie können Sie unter www.vodafone-Stiftung.de/publikationmodul/Detail/46.html herunterladen.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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