Rassistischer Übergriff auf 14-jährigen!

Der 14-jährige Atakan C. aus Bamberg wurde von drei Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren angegriffen. Er war gerade unterwegs nach Bad Neustadt um seine Freundin zu besuchen, als er bemerkte, dass er verfolgt wird. Er ging zur nächsten Polizeiwache und erzählte den Beamten von seinem Verdacht. Nach einer Weile setzte er seinen Weg fort und besuchte seine Freundin. Auf dem Rückweg wurde er am Bahnhof angegriffen.

Sieben bis acht Personen verfolgten ihn und drängten ihn bei den Schienen in eine Ecke. Atakan: „Drei von ihnen fingen an mich zu schlagen. Einer zog sein T-Shirt aus, um mir sein Hakenkreuz und SS Tattoos zu zeigen. Mit dem Ring an seinem Daumen schlug er mir ins Gesicht. Ein anderer hat das ganze mit seinem Handy aufgenommen.“ Ein Zeuge alarmierte die Polizei. Atakan und seine Angreifer wurden von den Polizisten vernommen, allerdings wurden die drei Schläger freigelassen.

Auf eine schriftliche Anfrage von SABAH erklärt die Pressesprecherin der Schweinfurter Staatsanwaltschaft Dr. Irene Singer: „Das Opfer hat zugegeben, dass es vor dem Fall einen der Täter beleidigt hat. Außerdem hat ein neutraler Zeuge dies bestätigt. Dieser Zeuge und auch das Opfer haben erklärt, das der Fall nicht rassistisch motiviert war.“ Einer der Täter habe Nazisymbole am Körper, so Singer und: „Ein anderer Jugendlicher, der vorher mit dem Opfer eine Diskussion hatte, aber nicht in die Schlägerei verwickelt war, soll am Arm Hakenkreuz und NS Symbole haben.“

Die türkische Generalkonsulin in Nürnberg, Ece Öztürk Çil, besuchte die Familie, nachdem sie von dem Vorfall erfuhr. Çil drückte der Familie ihr Bedauern aus und: „Als Staat sind wir immer bei euch. Wir müssen uns alle bemühen, damit sich solche Übergriffe nicht mehr wiederholen.“

Atakans schockierte Eltern Ümit und Ahmet erklären: „Die Polizei hat unseren erst 14-jährigen Sohn zwei Stunden verhört. Seit diesem Vorfall kann er nicht mehr schlafen.“ Der Junge berichtet, dass einer der Täter über Facebook Kontakt zu ihm aufgenommen hat und ihn bat, seine Aussage zurückzuziehen, weil er vorbestraft ist.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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