Rassistischer Drohbrief oder Brief gegen Rassismus?

Wie nun bekannt wurde, ist ein Flyer, der nach dem Nagelbombenanschlag der Zwickauer Terrorzelle in der Straßenbahn auftauchte, von den Ermittlern falsch interpretiert worden. Der Drohbrief wurde als eine Aufforderung der deutschen Gesellschaft zum Kampf gegen rassistische Ereignisse und gegen Ausländerfeindlichkeit bewertet.

Der Flyer wurde am 28. November 2004 im Wagen Nummer 2228 der Linie 16 gefunden. Darin waren allgemeine Informationen zu dem Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße. Interessant ist die Aussage: „Wie sie wissen leben in der Keuptstraße viele Ausländer und das gefällt den meisten Deutschen nicht. Wenn sie mich fragen, ist das nur der Anfang. Es kann noch schlimmer werden. Deutsche, verteidigt euch!“.

Wer diesen Flyer geschrieben und zurückgelassen hat, konnte nicht ermittelt werden. Der Inhalt gilt nach dem Artikel 140 des Strafgesetzbuches als nicht strafbar und die Aussagen wurden als: „Geben Sie solchen Bombenanschlägen und Rassismus keine Chance“ interpretiert. Die Aufforderung: „Deutsche verteidigt euch“ wurde nicht als ausländerfeindlich wahrgenommen.

Was steht in dem Brief?

Der genaue Wortlaut des Drohbriefes lautet:

„Hat die Polizei darüber nachgedacht, was die ganzen Geschehnisse zu bedeuten haben? Natürlich, ist ja alles offensichtlich. Ein nicht gut geplanter Bombenanschlag. Falsch. Dies ist mehr als ein Bombenanschlag. Dies ist ein Zeichen des Protestes. Wie Sie wissen, wohnen in der Keupstraße viele Ausländer und das gefällt den meisten Deutschen nicht. Wenn Sie mich fragen, ist das nur der Anfang. Es kann noch schlimmer werden. Deutsche, verteidigt euch“.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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