Paradigmenwechsel im 50.jahr der migration

Von der Integration zur Partizipation vom Türkischen Europaminister Egemen Bağış UM die Freude unserer Landsleute zu teilen, werde ich in Begleitung unseres Ministerpräsidenten heute im Rahmen der 50. Jahr feiern nach Berlin aufbrechen.

Vor einem halben Jahrhundert ist der Zug von Sirkeci nach München als eine Art „Hoffnungszug“ losgefahren. Im Zug, der mit Tränen und Gebeten verabschiedet wurde, waren Leute dabei die Ihre Frauen, Kinder oder ihr Land verlassen hatten. Sie konnten nur ihre Erinnerungen und Geschichten mit auf den Weg nehmen. Und die Zurückgebliebenen warteten tagelang auf eine Nachricht von diesen Reisenden. Frauen, die Tagelang auf einen Brief  aus „ALAMANYA“ schlaflos blieben, Kinder und Mütter die am Fenster warteten, haben ihre Sehnsucht in Tränen verfasst.

Mit dem Anwerbeabkommen aus dem Jahre 1961 hat die Türkische Migration in Deutschland begonnen. Beide Länder, die davon ausgingen, dass die Arbeitnehmer nach einer mittelfristigen Zeit zurückkehren würden, merkten nach kurzer Zeit, dass sie irrten. Seitdem ist die Türkische Bevölkerung auf 3 Millionen gewachsen.

Die Geschichten, die mit „Deutschland-Bittere Heimat“ anfingen, sind heute zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Während die 1. Generation die Schwierigkeiten mit Bravour gemeistert hat, schreibt die 2. und 3. Generation inzwischen Erfolgsgeschichten in den Bereichen Kultur, Sport, Kunst, Wirtschaft und Politik. Hunderttausende Türken haben sich in verschiedenen Branchen selbständig gemacht und hatten Erfolg. Während es im Jahr 1985 noch 22.000 Türkische Unternehmer gab, hat sich die Zahl heute auf über 80.000 entwickelt. Es wird erwartet, dass die Zahl der Unternehmer im Jahr 2015 auf 120.000 steigt und in diesen Unternehmen 720.000 Arbeitsplätze vorhanden sein werden. Der Jahresumsatz wird auf über 66 Milliarden Euro geschätzt.

Auf der anderen Seite haben Fatih Akin im Kino, Mesut Özil im Sport, Cem Özdemir, Vural Öger, Ozan Ceyhun, Aygül Özkan und Namen wie Bilkay Öney durch Aufstiege zum Minister oder Vorsitzender, der Politik Ihren Stempel aufgesetzt. Neben den bekannten Helden, gibt es auch zahlreiche unbekannte Helden wie Rechtsanwälte, Ärzte oder Ingenieure.

Heute gibt es eine Wahrheit, die jeder so akzeptiert. Am Wiederaufbau, am wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands sowie der kulturellen Bereicherung, haben die Türken einen nicht wegzudenkenden Anteil.

Trotzdem bringt das Führungsverständnis, dass die Integrationsprobleme immer noch mit einer Ansicht von vor 50 Jahren aufgreift, Türken in Deutschland vor schwierige Probleme.

Anders als alle vorangegangenen türkischen Regierungen fördert unser Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan seit 9 Jahren jedes Mal bei seinen Deutschland-Besuchen die Türken in Politik, Kultur, Kunst und am gesellschaftlichen Leben aktiv Teilzunehmen. Als ein konstruktiver Leader dieser Migrationsgeschichte, hat Erdoğan jetzt schon seinen Namen in die Geschichte eingetragen.

Das im Jahre 2009, 27.000 Türken nach Deutschland eingereist, dagegen aber 35.000 in die Türkei ausgewandert sind, hat schon eine Bedeutung. Die Migration ist nicht mehr eine Einbahnstrasse. Sondern es hat eine umgekehrte Migration begonnen.

Man braucht mehr denn je, einen Wechsel der bekannten Paradigmen. Die Zeit ist gekommen, wo man dem Zeitalter gemäß denkt und auch so handelt. Die Mentalität, die die Türken als „Problem“ bezeichnet, muss verstehen, dass man die Türken als wesentliches Element sehen sollte.

Es ist an der Zeit, sich über die Integrationsdebatten hinwegzusetzen und über Partizipationsgleichheiten für unsere Landleute zu sprechen.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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