Öney Kritiker in der Kritik!

Bernhard Lasotta, der integrationspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, hat Baden-Württemberg Integrationsministerin Bilkay Öney vorgeworfen, dass sie zugunsten der türkischen Mitbürger Migranten aus anderen Ländern vernachlässigt.

„Bei dem, was Frau Öney tut, dreht sich immer wieder alles um die Türkei“, so Lasotta. Öney sei in ihrer Funktion als Integrationsministerin mehrmals in der Türkei gewesen, habe den Runden Tisch Islam ins Leben gerufen und fordere Türkisch als dritte Fremdsprache auf Schulen. Außerdem wäre sie “ständig“ mit dem türkischen Generalkonsul unterwegs und zeige sich nicht mit anderen in der Öffentlichkeit. Er weist darauf hin, dass Öney sich nicht ausreichend um die italienischen Migrantenkinder kümmert, “das sind die Bildungsverlierer in unserem Land mit den schlechtesten Abschlüssen.“

Bilkay Öney konterte auf die Vorwürfe von Lasotta, die auf seine persönlichen Wahrnehmungen basieren mit Fakten und Taten. Öney: „Das Ministerium für Integration unterscheidet bei seinen Projekten grundsätzlich nicht nach bestimmten Migrantengruppen. Vielmehr stehen die Maßnahmen regelmäßig allen Migrationen und Migranten offen, die entsprechender Unterstützung oder Hilfe bedürfen.“ Sie weist auf ihre Arbeit in den Bereichen Einbürgerung, anonymisierte Bewerbungsverfahren, Antidiskriminierung, Maßnahmen gegen Zwangsverheiratung und interkulturelle Öffnung hin, die nicht eine bestimme Migrantengrupppe betreffen, sondern alle einschließen. Über den Runden Tisch Islam sagt die Ministerin: „Wie der Name des Gremiums schon sagt: Es geht um Muslime, nicht um Türken.“ Auf Lasottas Vorwurf, dass sie sich nicht ausreichend den italienischen Migranten widmet, kontert die Ministerin mit dem Projekt italienische Kulturwoche Anfang Juni, das sie mit dem Italienischen Generalkonsulat plant. Außerdem hat sie erfolgreich eine Informationsreihe zum Thema Arbeit, Gesundheit und Vorsorge in türkischer, italienischer und griechischer Sprache gefördert. Zudem arbeitet ihr Ministerium beim Projekt JuWelt-Gewaltpräventation für junge Drittstaatangehörige mit der Deutschen Jugend aus Russland zusammen.

Lasotta ist mit seiner Kritik an der Integrationsministerin selbst in die Kritik geraten, weil seine Vorwürfe nicht auf objektiven Tatsachen basieren, sondern auf subjektiven Wahrnehmungen, außerdem hatte er sich über die schlechte Situation der italienischen Migranten verplappert. Öney: „Ich frage mich, warum er sich an dem Türken so stört.“

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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