“NSU-Prozess wird verwässert”

Dr. Yaşar Bilgin, Vorsitzender des Rates der Türkischen Staatsbürger (RTS), hat erklärt, dass der NSU-Prozess “verwässert” wurde. Bei dem Prozess steht die NSU, die von den rechtsextremen Mördern, die zehn Menschen umgebracht haben, gegründet wurde, vor Gericht. Bilgin sagt, dass alle das Oberlandesgericht in München angreifen und als “Sündenbock” darstellen.

Bilgin: „Jeder sagt, dass er an dem Prozess teilnehmen möchte. Alle greifen das Gericht an. Diese Sache ist wie eine Taktik. Am Ende redet keiner mehr über die ernsthaften Pannen des Geheimdienstes und der anderen Behörden. Für mich ist das alles Taktik. Der Eilantrag von SABAH ist wichtig. Aber es hat eine unseriöse Diskussion angefangen.“

Der NSU-Fall ist in doppelter Hinsicht wichtig, so Bilgin: „Wichtig aus Sicht der Symbolik und Aufrichtigkeit. Es ist bekannt geworden, dass Deutschland ein Problem mit dem Schutz der Gesellschaft hat. Das zweite ist, dass das Gericht diesen Fall in einem kleinen Saal verhandeln will. Die Sache ist, dass es nicht mehr um diesen Fall, sondern um das Gericht geht.“

Adnan Menderes Erdal, der an der Verhandlung in München als beteiligter Anwalt teilnehmen wird, hat die Platz-Forderung des Zentralrats der Muslime (KRM) kritisiert. Erdal: „Ziel der Angriffe waren nur Türken und nicht die Angehörigen einer bestimmten Religion. Sie haben nichts mit dem KRM zu tun. Solche Forderungen sind unangebracht. Wichtig sind nur die Opfer und ihre Angehörigen. Deshalb muss man mit solchen Erklärungen sehr vorsichtig sein.“

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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