NSU-Prozess: Überraschungszeugin!

Am 36. Prozesstag wurde der Mord an Mehmet Kubaşık verhandelt, der am 4. April 2006 in Dortmund erschossen wurde. Neben den üblichen Befangenheitsanträge gegen das Gericht, die wie immer abgelehnt wurden, sorgte eine unerwartete Zeugin für Überraschung. Nachdem der Polizist Marko Bruckner verhört wurde, der als erster am Tatort ankam, präsentierte der Anwalt der Nebenklage eine Überraschungszeugin.

Die Frau hatte sich nicht bei der Polizei gemeldet, aber die drei Mitglieder der NSU-Terrorzelle auf den Fahndungsfotos erkannt. Sie wohnte zur Tatzeit in Dortmund und hatte die drei wenige Tage vor dem Mord von ihrem Wohnungsfenster aus auf dem Nachbargrundstück gesehen. Sie erklärte

Der Anwalt beantragte das Verhör von der Zeugin Verena v. A. Sollte sie aussagen, dass es sich bei den drei Personen auf dem Nachbar Grundstück um die NSU-Terroristen handelt, bekommen die Vorwürfe gegen Beate Zschäpe mehr Profil. Die Frage ist bisher, ob die Hauptangeklagte im NSU-Prozess Mitwisserin oder Mittäterin war. Ein weiteres Indiz für ihre Mitttäterschaft ist ihr Briefkontakt während ihres Haftantrittes mit einem bekannten Neonazi aus Dortmund.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *