NSU-Prozess: Auftritt der drei Affen

Mit ihren Aussagen am 54.Verhandlungstag im NSU-Prozess erinnerten die Zeugen an die drei Affen. Sie antworteten auf die Fragen mit: Ich habe nichts gesehen, ich habe nichts gehört, ich weiß nichts.

Der Prozesstag begann mit den Aussagen des Wohnmobilunternehmers und seiner Mitarbeiter, die mehrfach Fahrzeuge an Holger G.vermieteten. Die Zeugen erklärten alle, wie abgesprochen, dass sie nichts auffälliges bemerkt haben. Der Mitarbeiter Alexander H., der 14 Wohnmobile an Holger G. vermietet hat, betonte, dass der Mann eher ein unscheinbarer Kunde war. Er sagte auch, dass er Uwe Böhnhardt gekannt habe, aber Beate Zschäpe und Andre E. ihm unbekannt sind. Alexander H. gab auch zu, dass er zufällig beim Mord an Michele Kieswetter in Heilbronn war.

Die andere Zeugin, Sylvia S., erklärte, dass sie ihre Krankenversichertenkarte Holger G. für 300 Euro verkauft habe ohne Fragen zu stellen. Sie hätte keine Idee gehabt, wofür die Karte gebraucht wird, zu welchem Zwecke sie genutzt werden soll und sie erinnerte sich auch nicht daran, wann sie die Karte verkauft hat. Sylvia S.: „Ich habe die Karte nach zwei, drei Wochen abgemeldet.“ Sie erklärte, dass es eine gedankenlose Dummheit war, die Karte Beate Zschäpe zu überlassen. Die Zeugen gab widersprüchliche Erklärungen ab und musste mehrfach von Richter Götzl ermahnt werden. Zu den anderen Identitätsunterlagen, die auf ihren Namen liefen und Zschäpe genutzt wurden sagte die Frisörin Sylvia S.: „Darauf steht meine alte Adresse. Aber die Schrift gehört nicht mir.“ Das selbe sagte sie auch über die Optiker- und Büchereikarte. Die Zeugin konnte nicht erklären, warum sie Beate Zschäpe ihre Identität überlassen hat und sagte: „Ich bin sehr müde. Unentschlossen. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen.“

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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