Nicht zum Affen machen lassen / Von Michael Martens, Istanbul

Stammt der Mensch vom Affen ab? Auf diese Frage eines türkischen Schülers antwortete ein Lehrer mit Darwin. Doch die Evolutionstheorie sei kein Stoff für Fünftklässler, werfen ihm Kritiker vor. Die Türkei streitet.

Zwei Mal in der Woche, am Montag und am Freitag, müssen die Schulkinder morgens strammstehen: In jeder türkischen Schule (und auch in der deutschen Schule in Istanbul) erklingt dann die Nationalhymne. In türkischen Schulen gibt es zur Sicherheit außerdem auch eine tägliche Pflichtübung in Patriotismus: Die Kinder versammeln sich vor einer Büste des Staatsgründers Atatürk, dessen Porträt in jedem Klassenzimmer hängt, und sagen ein staatstragendes Gedicht auf, das mit der Losung „Glücklich ist, wer sich Türke nennen kann“ endet.

Das stört offenbar wenige türkische Eltern, denn Beschwerden darüber hört man kaum. Was aber unlängst ein Fünftklässler aus Ankara über sein Schulerlebnis berichtete, beschäftigt inzwischen das ganze Land. Der Schüler, so berichteten es zumindest türkische Medien, hatte seiner Mutter erzählt, dass sein Lehrer im Unterricht als Antwort auf die Frage, ob der Mensch vom Affen abstamme, über Darwin und die Evolutionstheorie berichtet habe. Als die Mutter des Fünftklässlers davon hörte, legte sie eine Beschwerde bei der regionalen Schulbehörde ein, in der sie sich über die (vermeintliche) Feststellung des Lehrers erregte, Affen seien der Menschen Vorfahren.

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