Nazan Eckes über alte und neue Feste

TV-Moderatorin Nazan Eckes lebt in zwei Kulturen und mit zwei Traditionen. Was das für die 34jährige im Alltag und an Feiertagen bedeutet, hat sie uns im Rahmen unseres Sinnfrage-Interviews verraten.

Frau Eckes, was ist Ihre Lieblings- Familientradition?

NAZAN ECKES Dass wir uns, wann immer es geht, am Wochenende zum gemeinsamen Frühstück treffen. Meine Schwester ist nicht oft in Köln, meine Eltern leben das halbe Jahr in der Türkei, trotzdem versuchen wir das so oft wie möglich hinzukriegen.

Ist das eher türkisch oder eher deutsch?

ECKES Wenn man es einordnen wollte, ist das eher türkisch. Dieses Genussessen, dieses stundenlange Zusammensitzen, das ist bei den Türken sehr ausgeprägt.

Kann man sich Traditionen selber schaffen?

ECKES Ja, unbedingt! Traditionen sind mir sehr wichtig, als Konstante im Leben, vielleicht auch, weil ich kein besonders religiöser Mensch bin. Und bei meiner Familie ist es so, dass wir unsere eigenen Rituale geschaffen haben, zum Beispiel das gemeinsame Frühstück.

Haben Sie auch typisch deutsche Traditionen übernommen?

ECKES Weihnachten zum Beispiel hat für mich als Kind keine Rolle gespielt, aber heute feiere ich es selbst, auch wenn ich es immer noch nicht geschafft habe, mal einen Weihnachtsbaum bei mir aufzustellen. Das Fest hat für mich keine religiöse Bedeutung, aber ich mag dieses Familiäre, Sinnliche, dieses Zusammensitzen und stundenlang Reden, Essen und Trinken, und das über mehrere Tage. Das schweißt die Leute wieder zusammen.

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