Mehr Integration aber nicht weniger Diskriminierung

Die Integration in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren positiv entwickelt, so eine Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) zum Thema Migration in den wichtigsten Industriestaaten.

Die Ergebnisse, die gleichzeitig in Berlin und Paris veröffentlicht wurden, belegen, dass die Situation der Migranten in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern positiv zu beurteilen ist. Was aber nicht bedeutet, dass sie nicht mehr diskriminiert werden.

Der Studie zufolge ist die Zahl von Studenten mit Migrationshintergrund gestiegen. Zwar erleichtern höhere Bildungsabschlüsse den Einstieg in die Arbeitswelt, aber auch Migrantenkinder ohne Hochschulabschlüsse behaupten sich im Arbeitsmarkt. Der OECD-Experte Liebig erklärt: „Diese Ausländer gelten bei vielen Arbeitgebern zwar als schlecht vorgebildet, dafür aber als arbeitswillig.“ Es ist voraussehbar, dass gut ausgebildete Zuwandererkinder den Mangel an qualifizierten Fachkräften decken können. Auffällig ist, dass auch die Quote der Arbeitslosen Migranten gefallen ist.

Ein weiteres Ergebnis der Studie zeigt, dass der Anteil von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund im öffentlichen Sektor unter dem europäischen Durchschnitt liegt. Nur 13,4 % der Migranten in Deutschland zwischen 15 und 35 Jahren arbeitet im öffentlichen Dienst. Die Zahl der deutschstämmigen Mitarbeiter ist doppelt so hoch. In Frankreich und England sind es über 20 %.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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