Massenflucht westlicher Konzerne aus Libyen

Die blutigen Proteste in Gaddafis Land veranlassen ausländische Unternehmen, ihre Mitarbeiter abzuziehen. Türkische Baustellen sollen geplündert worden sein. Die Regierung in Ankara schickt angeblich Fähren nach Tripolis – in Begleitung eines Kriegsschiffes.

Angesichts der blutigen Unruhen in Libyen verlassen ausländische Unternehmen in Scharen das Land – und die Türkei sorgt sich um ihre Bürger. Siemens  zieht rund 100 Mitarbeiter ab. Der Elektronikkonzern organisiere derzeit die Ausreise der Ausländer, die in Libyen beschäftigt seien, sagte ein Sprecher in München. Siemens betreibe in Libyen etwa Umspannungswerke oder Schaltanlagen und erziele in dem Land einen Jahresumsatz von rund 160 Mio. Euro.

Auch der Energiekonzern RWE   flog Mitarbeiter und Angehörige aus. Zwei Gruppen seien am Wochenende zurückgekehrt, nachdem der Versorger die Abreise empfohlen habe, sagte eine Sprecherin der Öl- und Gasfördertochter RWE Dea. Eine Kernmannschaft halte den Betrieb in der Niederlassung in der Hauptstadt Tripolis aufrecht.

Der größte italienische Energiekonzern Eni rief ebenfalls einen Teil seines Personals zurück. In den nächsten Tagen sollen die Familienangehörigen von Angestellten des Energieunternehmens aus Gaddafis Land ausgeflogen werden. Die BASF -Tochter Wintershall kündigt an, etwa 130 Personen aus Libyen nach Deutschland zurückzubringen. Die Öl-Produktion soll heruntergefahren werden.

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