Margot Käßmann verteidigt Multi-Kulti

Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann nimmt am Dienstag (11.01.2011) an einer Pressekonferenz in der Ruhr-Universität in Bochum teil. Käßmann, die eine einjährige Gastprofessur hat, hält am Mittwoch (12.01.2011) ihre erste Vorlesung "Multikulturelle Gesellschaft - Wurzeln, Abwehr und Visionen". Die frühere Bischöfin der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, hat bei einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung im Gegensatz zur Bundeskanzlerin Angela Merkel „Multi-Kulti“ als Erfolgsmodell bezeichnet. Margot Käßmann, die demnächst als Gastprofessorin an der Ruhr-Universität Vortrag halten wird, hat ihr Bedauern über die abfällige Redensart über „Multi-Kulti“ zur Sprache gebracht. Sie sagte: „Wir sind ein Einwanderungsland. Wir müssen danach fragen, was das Eigene ist und was der Grundkonsens des Gemeinsamen sein muss. Wenn jeder sich den Richtlinien des Verfassungs-Grundsatzes treu bleibt, dann kann es keine Parallelgesellschaft geben“. Außerdem hat sie Maßnahmen zur Annäherung der muslimischen und christlichen Gemeinden im Alltag, in der Kita, in der Schule und am Arbeitsplatz gefordert. „Nur dann können solche Ängste auch abgebaut werden. Leider haben wir keine ausgeprägte Begegnungs-Kultur in Deutschland“, so Käßmann.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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