Kriegsdienstverweigerer in der Türkei: “Der zivile Tod” / von Kathrin Hagemann

Kriegsdienstverweigerer gibt es in der Türkei seit der Einführung der Wehrpflicht – noch zu osmanischer Zeit am Ende des 19. Jahrhunderts. Doch erst seit den 1990er Jahren organisieren sie sich und fordern öffentlich ihre Rechte ein, die sie im türkischen Gesetz verankert sehen wollen. Über 200 Menschen haben bisher die Teilnahme am Militärdienst mit einer offiziellen Erklärung verweigert.

Obwohl das Recht auf Kriegsdienstverweigerung seit 1987 durch die Vereinten Nationen als Menschenrecht anerkannt ist und Kriege weltweit zunehmend durch Berufs- und Privatarmeen geführt werden, hält der türkische Staat an einem sechs- bis fünfzehnmonatigen Pflichtdienst für alle männlichen Staatsbürger fest. Erst diese Zeit mache den Jungen zum Mann und den Mann zum Bürger, glaubt die Mehrheit.

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