Kicken um Mitternacht – Streetworking in Berlin

Freitagnacht, eine Sporthalle in Berlin-Reinickendorf. Musik wummert, junge Männer rennen, schreien, gestikulieren und die Luft ist zum Schneiden. Jede Menge Adrenalin und Testosteron sind unterwegs, denn da unten auf dem Platz, angefeuert von der Tribüne herab, wird Futsal gespielt, brasilianischer Trickfußball ohne Körperkontakt, dafür mit strengen Regeln.

Wegen dieser Regeln hat es vorhin Stress gegeben. Zwei Teams sind aufeinander los, es gab rote Karten. Einer, der die Streithähne getrennt hat, steht jetzt am Spielfeldrand. Die Kappe tief ins Gesicht gezogen, behält er die Jungs im Blick.

Taner Avci ist Streetworker und das mitternächtliche „Moonlight- Futsal-Turnier“ ist eine Premiere. Eingeladen dazu hat „Gangway“, ein Verein für Straßensozialarbeit in Berlin, für den Taner – so nennen ihn alle – seit 13 Jahren arbeitet. „Das Turnier war ein Versuch. Es ist gut gelaufen“, wird er später sagen. Das heißt: Es hat keine größeren Ausschreitungen gegeben. Das heißt: Vielleicht ein neuer Ansatz, die Jugendlichen aus dem schwierigen Kiez im Berliner Norden spüren zu lassen, dass auch sie was drauf haben.

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