Kenan Kolat: Institutioneller Rassismus in den Behörden

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Kenan Kolat, wirft den deutschen Behörden Rassismus vor. Gegenüber SABAH erklärt Kolat: „Das bestimmte Menschen in bestimmte Schubladen gesteckt und personifiziert werden, setzt sich in den Köpfen der Behördenmitarbeiter fest. Wenn man den Fremdgedanken, also “nicht zugehörig“, verankert, betont man, dass diese Menschen nicht teil der Gesellschaft sind. Es gibt institutionellen Rassismus.“

“Die Gesellschaft muss sich selbst kritisieren!“

Er spreche nicht von individuellem, sondern von strukturellem Rassismus, so Kolat und: „Dies wurde in Deutschland nicht diskutiert. Wir wollen eine Diskussionsplattform schaffen. Nach dem Mord an einem Schwarzen 1996 in England, hat die Untersuchungskommission beschlossen, nach einem rassistischen Motiv zu suchen. Dieses Modell muss auch in Deutschland berücksichtigt werden. Die Gesellschaft muss einen Selbstkritik-Mechanismus entwickeln.“

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Ermittlung der NSU Morde konzentriert sich auf die technischen Fehler in der Fahnungspannenkette, so Kola. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde fordert, dass man zuerst die Motive hinter den Taten untersuchen muss. Kenan Kolat betont, dass er diese Aspekte nicht auf den Tisch bringt, um irgendjemanden an den Pranger zu stellen oder Deutschland schlecht zu machen, sondern: „Wir leben gerne in Deutschland. Aber wir wollen ohne Angst leben.“

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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