Ich beneide zweisprachige Menschen

Die Landesintegrationsminister und -beauftragten Deutschlands sind unter der Leitung von Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, in Wiesbaden zusammengekommen. In ihrer Rede wies Böhmer auch auf die Bedeutung der Medien hin und erklärte, dass sie ein Pressezentrum gründen wollen, um Informationsverschmutzung bei Integrationsthemen entgegenzutreten. Böhmer: „Wir werden dafür sorgen, dass Informationen aus einer Hand und richtig veröffentlicht werden. So können wir Missverständnisse und Informationsverschmutzung verhindern!“

Integrationsmeeting in der Türkei

Böhmer ging auch auf die Bedeutung von Zweisprachigkeit ein und erklärte: „Diese Bürger sind in jeder Hinsicht im Vorteil, ich beneide sie!“ Sie sprach von ihrer Reise nach Gaziantep in der Türkei: „Ich habe am dortigen Integrationsmeeting teilgenommen. Es war die erste Integrationskonferenz, die von der Türkei organisiert wurde. Es hat mich gefreut, dort Menschen zu sehen, die sich bemühen unsere Sprache, Kultur und Wirtschaft kennenzulernen, um sich in Deutschland integrieren zu können. Zugleich gilt es, vor Ort eine dauerhafte Willkommens- und Begegnungskultur zu entwickeln. Notwendig ist ein Mentalitätswandel: Von der Defizitorientierung- hin zur Potenzialorientierung “.

Kein Platz für Rassismus

Die Integrationsbeauftragte brachte auch ihre Trauer über die Neo-Nazi Mordserie zur Sprache. Maria Böhmer erklärte: „Wir werden diesen Fall bis zum Schluss verfolgen. In Deutschland ist kein Platz für Rassismus und Ausländerfeindlichkeit“ und wurde für diese Aussage mit Standing-Ovations gefeiert. Böhmer sagte auch, dass sie in der Öffentlichkeit, auf Arbeitsplätzen und in Schulen Informationsveranstaltungen zum Thema „Antirassismus“ organisieren wird, um die Gesellschaft zu informieren. Ismail Tipi, Integrationspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, erklärte, dass unter dem Namen Integration viele Vereine gegründet wurden und forderte: „Verhindert den Integrationsbezug“.

Die Zuständigen in den Kommunen müssen ihre Integrationsarbeiten auf die Bedürfnisse der Migranten anpassen, so Maria Böhmer und: „Vernetzungsstrukturen in den Kommunen sind ganz entscheidend, um Integration vor Ort effektiver zu gestalten“. Um die Vernetzung vor Ort zu stärken, hat Böhmer in 18 Kommunen und Landkreisen das Modellprojekt der individuellen Integrationsvereinbarungen auf den Weg gebracht. Ziel ist, Integrationsangebote effektiver und passgenauer zu vermitteln. Dafür müssen Beratungsstellen, Jobcenter, Ausländerämter, Integrationskursträger und kommunale Behörden Hand in Hand arbeiten.”, forderte die Staatsministerin.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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