Gül fordert Chancengleichheit für Türken

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül hat vor seiner bevorstehenden offiziellen  Reise nach Wien die Fragen der auflagenstarken österreichischen Zeitungen „Kurier“ –  „Der Standard“ und „Die Presse“ beantwortet. Dabei forderte Gül für das Gelingen der Integration, dass die Chancengleichheit für Migranten bzw. „die Voraussetzungen für die Integration der Türken verbessert  und erweitert werden. „Die Chancengleichheit sowohl in der Schule, im Kindergarten oder  in den Universitäten soll gewährleistet sowie beide Sprachen, deutsch und türkisch, gleichermaßen gefördert werden. Wichtig ist dabei, dass die verschlossenen Türen und Tore für die Integration geöffnet werden“, sagte Gül. Gleichzeitig rief er die Türken in Österreich dazu auf, beide Sprachen gut zu beherrschen. Dass in der österreichischen Verfassung der Islam als Religion anerkannt wird, soll dazu dienen, andere Kulturen besser zu akzeptieren, bekräftigte Gül. Zu den Verhandlungen über die EU-Mitgliedschaft der Türkei sagte Abdullah Gül: „Es ist normal; dass die Verhandlungen mit einem Land wie der Türkei mit großem wirtschaftlichen Potential lange dauert. Wir wollen uns keineswegs aufdrängen. Es könnte auch sein, dass das türkische Volk schließlich Nein zu einem EU-Beitritt sagt. Wie es bei den Norwegern der Fall gewesen ist“. Alle drei größten österreichischen Tageszeitungen haben das Interview mit dem türkischen Staatspräsident Abdullah Gül auf ihren Titelseiten als Aufmacher veröffentlicht.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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