Griechenland macht dicht

Athen will an der Grenze zur Türkei einen Zaun errichten, um Flüchtlinge abzuwehren. Amnesty International rügt derweil die Asylpraxis der gesamten Europäischen Union.

Athen. Sie kommen zu Hunderten, Nacht für Nacht. Im Schutz der Dunkelheit überqueren sie die grüne Grenze zwischen der Türkei und Griechenland: Armutsflüchtlinge aus afrikanischen und asiatischen Staaten. Sie suchen in der EU ein besseres Leben. Aber schon bald könnte sich dieses Tor nach Europa schließen: Die griechische Regierung plant, die Grenze mit einem Zaun zu sichern.

Das kündigte jetzt der griechische Minister für Bürgerschutz, Christos Papoutsis, in einem Interview an: „Wir können keine Flüchtlinge mehr aufnehmen, unsere Möglichkeiten sind erschöpft. Wir planen deshalb einen Zaun zu bauen, um die illegale Migration abzuwehren.“ Der Grenzzaun solle mit Wärmebildkameras und Bewegungsmeldern gesichert werden.

Was die EU von dem geplanten Sperrwerk an ihrer Außengrenze zur Türkei hält, ist noch unklar. Auch die Regierung in Ankara hat sich bisher nicht geäußert. Griechenland wirft der Türkei vor, die Grenze nicht ausreichend zu sichern. Außerdem nehme die Türkei, entgegen einem bilateralen Abkommen, illegale Einwanderer, die über ihr Staatsgebiet nach Hellas kommen, nicht zurück.

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