Griechenland Die Türkei muss die Flüchtlingsfrage beantworten / © Uriel Sinai

Athen wird für den geplanten Grenzzaun zur Türkei scharf kritisiert. Doch das Problem ist: Ankara lässt Schleuser ungehindert gewähren.

Die Vorstellung, dass sich Europa zwei Jahrzehnte nach dem Fall der Berliner Mauer als Festung einzuzäunen beginnt, ist unbehaglich. Hermetisch abgeriegelte Grenzen: das scheint nicht zum Selbstverständnis eines Europa zu passen, das die Schlagbäume in seinem Inneren weitgehend abgeschafft hat. Und nun will die griechische Regierung an der Grenze zur Türkei auch noch einen Zaun errichten – ähnlich dem, der die USA von Mexiko trennt. Kein Wunder, dass Athen damit Kritik erntet.

Bevor man aber den Plan in Bausch und Bogen verdammt, lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen. Niemand hat vor, die griechisch-türkische Grenze auf ihrer ganzen Länge von 206 Kilometern mit einem Zaun abzuriegeln. Es geht nur um jene zwölf Kilometer, wo die Grenze zwischen dem griechischen Orestiada und dem türkischen Edirne nicht dem Verlauf des Flusses Evros (Meric) folgt, sondern durch flaches Land verläuft.

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