Gedenkstein für Kubaşık

Am 6. April 2006 wurde der Türke Mehmet Kubaşık von den NSU Terroristen in Dortmund erschossen. Am Montag wurde ein Gedenkstein zu Ehren von Kubaşık auf dem Bürgersteig vor seinem Kiosk enthüllt. Elif Kubaşık kam zum ersten Mal nach dem Mord an ihrem Mann ans Tatort. Die aufgelöste Frau konnte während der Gedenkveranstaltung ihre Tränen nicht zurückhalten und wurde mit Not und Mühe von den Anwesenden beruhigt. Die geladenen Gäste, unter ihnen auch der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau und die türkische Generalkonsulin in Essen, Şule Özkaya, legten rote Rosen nieder.

Sierau, der sehr ergriffen war, versuchte die Witwe zu trösten, hatte aber von Zeit zu Zeit Schwierigkeiten seine Rede fortzuführen. Er betonte, dass Kubaşık ein Mann war, der sich nur um seine Angelegenheiten kümmerte und sagte, dass sie gemeinsam mit anderen Städten, in denen auch Migranten von der Zwickauer Terrorzelle ermordet wurden, Gedenktafel für die Opfer errichten wollen. Generalkonsulin Şule Özkaya sagte, dass sie sehr zufrieden über den Gedenkstein für Kubaşık ist. Sie betonte, dass die Türken verunsichert sind und sich nicht sicher fühlen, weil die Täter so lange unentdeckt blieben und mordeten.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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