Er wollte die Türkei lieben

Von seiner alten Heimat tief verletzt: Ein Treffen mit dem Schriftsteller Dogan Akhanli nach seiner Freilassung

Im Lokal “Aksoroz” im Istanbuler Stadtteil Taksim herrscht Partystimmung. Seit dem frühen Abend feiern die Freunde und Angehörigen des Kölner Schriftstellers Dogan Akhanli seine Freilassung. Seine Schwester ist da und seine Tochter, eine ganze Reihe Menschenrechtsaktivisten und Günter Wallraff, der den türkischen Behörden gedroht hatte, er werde sich eine seiner berüchtigten “Aktionen” einfallen lassen, um die Türkei als Unrechtsregime zu entlarven.

Vier Stunden lang hatte der schmächtige Akhanli an diesem Nachmittag schweigend auf der Anklagebank verbracht, schweigend aus Protest gegen die offenkundig erlogene, fabrizierte Anklage gegen ihn wegen Raubmordes. Vier Stunden, in denen die Staatsanwaltschaft Stück für Stück als heimtückisch entlarvt wurde, ihre eigenen Zeugen sich gegen sie wendeten und die Polizei der Folter und der Lüge beschuldigt wurde.

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