Entflohener Räuber kommt nicht weit!

Ali Burç steht nicht rum, weder auf dem Fußballfeld, noch in der Schule, im Leben oder wenn es darauf ankommt. Der 19-jährige Türke ist Stadtgespräch in Mannheim. Es geht um einen per Haftbefehl gesuchten Räuber, der durch das Fenster eines Polizeireviers flieht. Nein, Ali Burç ist nicht der Täter, er ist derjenige, der die Flucht des Räubers beobachtet, schnell reagiert, den Räuber einfängt und der Polizei übergibt.

Dafür wurde der Gymnasiast gestern im Polizeipräsidium mit dem Zivilcourage-Preis “Beistehen statt rumstehen“ ausgezeichnet. Daneben bekam er einen 50 Euro Einkaufsgutschein und die Mitgliedschaft in einem Fitnessclub überreicht.

Das vorbildliche Verhalten des engagierten jungen Mannes wurde auf einer Preisverleihung geehrt. Der Vorsitzende des Fördervereins ”Sicherheit in Mannheim“, Prof. Dr. Jörg Schmidt, erklärt, dass der Preis seit sechs Jahren verliehen wird und bisher alle Preisträger Menschen mit Migrationshintergrund waren. Die Polizeipräsidentin Caren Denner betont: „Sie haben ein gutes Beispiel gegeben für andere, nicht rumzustehen, sondern etwas zu tun.“ Erster Bürgermeister Christian Specht sagt: „Ich habe erfahren, dass Ali Burç für meinen Lieblingsverein SC Waldhof spielt, was mich sehr freut. Ich gratuliere ihm“.

Der Sohn von türkischen Eltern aus der südostanatolischen Stadt Hatzi will nach der Schule Sport auf Lehramt studieren, aber: „Nach diesem Erlebnis, denke ich darüber nach Polizist zu werden. Aber ich habe genug Zeit, um darüber nachzudenken.“

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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