Depressive Männer machen ihre Familien krank

Ertunc Deniz, der erste türkischstämmige Jugendamtsleiter in Deutschland, erklärt, dass viele türkische Männer ein ernsthaftes Integrationsproblem haben. Deniz, der das Jugendamt in Hemer in der Nähe von Iserlohn leitet, sagt: „Der Großteil dieser Männer lebt vom Arbeitslosengeld. Den Stress und die Depressionen die sie haben, projezieren sie auf ihre Ehefrauen und Kinder. Das ist oft in den Familien so, die wir betreuen. Türkische Männer sind regelrecht in Depressionen. Besonders die Geschiedenen kriegen ihr Leben nicht in den Griff. Sie sind nicht in der Lage, sich um ihre Kinder zu kümmern“.

Kein Interesse als Pflegefamilie

Deniz äußert sich auch zu der Kritik, denen die Jugendämter ausgesetzt sind und sagt, dass keine türkische oder moslemische Familie sich als Pflegeeltern gemeldet hat, um türkische Kinder aufzunehmen, die unter der Obhut des Staates stehen. Deniz: „Wir würden es uns auch Wünschen, diese Kinder nach ihren eigenen Religionen und Traditionen aufwachsen zu sehen. Wir verfolgen keine Assimilationspolitik. Wenn türkische Familien sich freiwillig dafür zur Verfügung stellen würden, würden wir die Kinder zuerst ihnen anvertrauen. Aber wir können sie ja niemandem aufzwingen“. Ihr Ziel ist es, den Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen, so Deniz und: „Ich sehe ein, dass wir auch von Zeit zu Zeit Fehler machen. Doch wir nehmen kein Kind aus nichtigen Gründen seinen Eltern weg“.

Wir machen Fehler

„Die meisten Kinder, die zu uns kommen, wurden psychisch und physisch misshandelt. Wenn die Familien trotz mehrfacher Aufforderung ihre unangebrachte Haltung gegenüber ihren Kindern nicht ändern, kommen sie unter unsere Obhut“ sagt Deniz und erklärt, dass die Kinder regelmäßig Kontakt zu ihren Familien haben, die vom Jugendamt betreut werden.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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