Davutoğlu: “Die Türkei trägt überhaupt keine Verantwortung”

Der belgische Außenminister und EU-Ratsvorsitzende Steven Vanackere, der sich als Vertreter der belgischen EU-Ratspräsidentschaft in der Türkei befindet, ist gestern mit Außenminister Ahmet Davutoğlu zusammen gekommen. Am Treffen zwischen Davutoğlu und Vanackere wurden hauptsächlich die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU erörtert. Ein weiteres Thema war die Auslieferung der Terroristin Fehriye Erdal an die türkischen Behörden und die Aktivitäten der Terrororganisation PKK in Belgien. Nach dem Gespräch veranstalteten Davutoğlu und Vanackere eine gemeinsame Pressekonferenz und antworteten auf die Fragen der Journalisten. Vanackere erklärte im Zusammenhang zur Auslieferung der Terroristin Fehriye Erdal, in Belgien seien juristische Urteile unabhängig und daher könne niemand in die Justiz einmischen. Außenminister Davutoğlu betonte hingegen, die Forderung einer Auslieferung der Terroristin sei nicht mit den juristischen Urteilen Belgiens gleichzusetzen und sagte: „Unsere Forderung ist klar und eindeutig. Dieser Fall sollte im Rahmen der Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror bewertet werden. Jeder Terrorist muss gefasst und vor Gericht gestellt werden, dies ist beim Kampf gegen den Terror von lebenswichtiger Bedeutung.“

Unterdessen antwortete Außenminister Davutoğlu auf Fragen der Journalisten betreffend den Aussagen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahus im Bezug zum Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte, dass die Lage klar sei und die Türkei überhaupt keine Verantwortung trage. Davutoğlu sagte: „Israel hat Zivilisten in internationalen Gewässern ermordet. Darum sollte vor allem Israel die Verantwortung tragen. Wir hoffen und glauben auch daran, dass die internationale Untersuchungskommission den Fall rechtmäßig lösen wird.“

(Diese Pressemitteilung ist vom Presse- und Informationsamt der Republik Türkei entnommen.)

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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