Daimler Werk-Bremen 761 Abmahnungen gegen Arbeiter wegen Streik

 

Mit den Arbeitern im Werk Bremen haben die Daimler-Bosse ein Problem und die Arbeiter im ganzen Land ein Beispiel, was geht und was nötig.
Insgesamt 5500 Kollegen beteiligten sich an 4 Streiks im November und Dezember 2014.„Gegen Fremdvergabe, gegen Werkverträge, gegen Leiharbeit“ – das stand auf den Transparenten. Eine ganze Nachtschicht ging bereits um 1.00 Uhr nach Hause. Und über Weihnachten hagelte es 761 Abmahnungen.

In der Automobilindustrie tobt ein Krieg. Die Auto-Konzerne gegeneinander. Und jeder Konzern gegen die Arbeiter. Alle Auto-Konzerne haben sogenannte „Sparpakete“ aufgelegt, die für die Kollegen Raub-Pakete sind, weil sie dafür bluten sollen:
Daimler (5,5 Mrd), VW (6 Mrd + 5,5 Mrd beiTöchtern), BMW (Verlängerung der Jahresarbeitszeit um 11 Tage – ohne Lohnausgleich), Ford (60 Mio pro Jahr), …

So hat Daimler z.B. in Sindelfingen die Ausweitung der Fremdvergabe, 100 Leiharbeiter mehr, Reduzierung der Erholzeit um 8 Minuten etc. durchgesetzt mit Zustimmung des Betriebsrates. Anders in Bremen. Auf Betriebsversammlungen im September wurde einstimmig beschlossen: Aufhebung aller Werkverträge, sofortige Übernahme aller Leiharbeiter.

Die klassenbewussten Arbeiter bei Daimler / Bremen müssen an 2 Fronten kämpfen: gegen die Daimler-Bosse – aber auch dagegen, dass ihnen der IGM -Bevollmächtigte in den Rücken fällt. Auf der Betriebsversammlung im Dezember wetterte der nicht gegen die Daimler-Bosse, sondern gegen die Streiks der Kollegen, die „nichts gebracht“ hätten und nichts bringen würden. Und die Daimler-Kollegen werden unterstützt von einer Gruppe von IGM-Betriebsräten und IGM-Vertrauensleuten, die mit einer eigenen Betriebszeitung („Funke“) informiert und organisiert.
Im „Funke“ (Dezember 2014) schreiben sie:
„… Dieser Kampf macht uns stärker, er verbessert unsere Position und wenn`s am Ende zu einem Kompromiss kommt, dann wird das jedenfalls keiner dieser faulen Kompromisse sein, mit dem Werkleitung und Vorstand uns das Gehirn vernebeln wollen.
Nein, diesen irrsinnigen Krieg in der Autoindustrie können wir, als Bremer Belegschaft, allein nicht beenden.
Dazu brauchen wir den Schulterschluss mit den anderen Belegschaften, denn denen ergeht es keinen Deut besser, wie uns. Sie schimpfen, ballen die Faust in der Tasche, sie erwarten von der Gewerkschaft die Organisierung des Kampfes.
Wie wir, aber mit einem wesentlichen Unterschied, dass wir die ersten Schritte im Kampf gemacht haben. Es waren die Logistiker, die ein Zeichen gesetzt haben. Tausende haben dieses Zeichen verstanden, und sie haben begriffen, dass sie sonst die Nächsten sind.

Solidaritäts-Schreiben und Kontakt: Gerhard Kupfer, Ritter-Raschen-Platz 5, 28219 Bremen Mail: g.kupfer@arcor.de

Volker Veeser

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