Bürgermeister Roters kritisiert Kampagne

Jürgen Roters, Oberbürgermeister in Köln, hat die sofortige Beendigung der “Vermisst“-Kampagne des Bundesinnenministeriums gefordert. Roters: „Es genügt nicht, nur die Plakataktion zu dieser Werbekampagne zu stoppen, alle Werbemaßnahmen müssen sofort eingestellt werden.“

Er kritisiert zudem, dass im Rahmen der Kampagne Postkarten in der Keupstraße verteilt wurden. In der Straße mit hohem Ausländeranteil wurde 2004 ein Nagelbombenanschlag verübt, der inzwischen der rechtsextremen Terrorgruppe NSU zugeschrieben wird, die auch für die schreckliche Mordserie an neun Migranten verantwortlich sind. Roters: „Es ist in einem hohen Maße unsensibel diese Aktion zum jetzigen Zeitpunkt durchzuführen. Mir fehlt außerdem das Verständnis dafür, ohne jegliche Beratung mit der Stadt Köln ausgerechnet in der Kölner Keupstraße bei den Anwohnern, die jahrelang unter falschen Verdächtigungen zu leiden hatten, Postkarten aus dieser Werbeaktion verteilen zu lassen.“

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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