Brandstiftung aus Wut
Vor dem Landgericht in Itzehoe fand am Montag der Prozess gegen einen 41-jährigen Deutschen statt. Der Mann hatte im Juni 2011 den deutsch-türkischen Kutlurverein des Türken Bülent Celik (35) in Elmshorn angezündet und dabei nicht nur Sachschaden verursacht, sondern auch 16 Menschen verletzt. Der Angeklagte legte vor dem Gericht ein Geständnis ab. Nach eigenen Angaben wollte er niemanden verletzen und auch keinen größeren Schaden anrichten, sondern den Anwesenden einen Denkzettel verpassen. Der Mann sagte aus, dass er wütend über den Lärm war und unter Alkoholeinfluss ein bisschen Benzin auf den Boden getropft und angezündet hat. Die Polizei stellte fest, dass der Mann zur Tatzeit mit 1,83 Promille stark betrunken war.
Der Arbeitslose soll mit Axt und Messer bewaffnet in das Gebäude eingedrungen sein und den Brand gelegt haben. Bei dem Feuer wurde nicht nur die Gaststätte des Kulturvereins vollständig zerstört, auch die darüberliegenden Wohnungen wurden schwer beschädigt. Der Sachschaden beträgt insgesamt 600.000 Euro. Die Gäste konnten sich rechtzeitig ins Freie retten, allerdings erlitten 16 von ihnen Rauchvergiftungen.
Ein politisches Motiv hinter der Tat konnte ausgeschlossen werden.
Die Staatsanwaltschaft hat den Täter wegen schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes angeklagt und fordert lebenslange Haftstrafe. Ein Urteil wird am 1. Februar erwartet.
Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.