Böhnhardts realitätsferne Aussage!

Am 57. Verhandlungstag im NSU-Prozess hat die Mutter von Uwe Böhnhardt ausgesagt. Anne Böhnhardt sprach über die Kindheit, die Schulzeit und den ersten Kontakt des mutmasslichen NSU-Terroristen mit der rechten Szene. Die Zeugin betonte, dass sie zwar blond, aber nicht blöd ist. Was allerdings fragwürdig ist. Denn ihrer Meinung nach haben nicht ihr Sohn und seine beiden Mittäter die Verantwortung für die NSU-Mordserie, nein, die Behörden sind schuld.

Vor dem Oberlandesgericht in München erklärte die Frau, dass sie und ihr Mann 1999 über einen als Mittelsmanns fungierenden Rechtsanwalt Kontakt zu der Staatsanwaltschaft und Verfassungsschutz in Thüringen gehabt haben. „Wir haben uns drei Mal mit ihnen getroffen. Aber keiner konnte genau sagen, wie viel Strafe meinen Sohn erwartet und wie viel Strafminderung er bekommen wird. Bei dem Treffen in Drackendorf bei Jena habe ich feste Zusagen erwartet. Ich habe sie nicht bekommen. Ich bin zwar blond, aber nicht blöd.Ich stelle mir immer wieder vor, was alles hätte verhindert werden können, wenn man zu seinem Wort gestanden hätte, in diesem Fall wäre all das nicht geschehen“.“

Sie erklärt, dass ihr Sohn vorbestraft war und Angst vor einer Haftstrafe hatte. Deshalb entschloss er sich unterzutauchen. Danach habe sie drei Mal mit ihm telefoniert, so Anne Böhnhardt und ihn jedes mal gebeten sich zu stellen. Uwe Böhnhardt beruhigte seine Mutter und sagte ihr, dass es ihm gut gehe und er von Freunden finanziell unterstützt wird. Trotzdem schickte sie ihn mit Hilfe von Freunden Geld. Wenn Leute bei ihr ankamen und die vereinbarte Parole ”Rippchen“ sagten, gab sie ihnen Geld, damit sie es ihrem Sohn weiterleiten konnten. Später habe sie diese Unterstützung eingestellt, “damit er sich stellt“, so Anne Böhnhardt.

Irgendwann habe sie die Mutter von Beate Zschäpe angerufen, so die Frau und: „Einmal traf ich zufällig die Eltern von Uwe Mundlos. Sie machten mein Sohn für die Sitaution ihres Sohnes verantwortlich. Ich sagte, dass sie alle Erwachsen sind und die Verantwortung für ihr Handeln selbst tragen.“

Der türkische Botschafter Hüseyin Avni Karslıoğlu verfolgte die Aussagen Böhnhardts gemeinsam mit Hidayet Eriş, dem türkischen Generalkonsul in München. Karslıoğlu zu SABAH: „Einige Teile von Anne Böhnhardts Aussage ist fern von der Realität“.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

Link: http://almanca.hukuki.net/bohnhardts-realitatsferne-aussage.htm
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