Basketball und Völkermord / Von Kai Strittmatter, Istanbul

Alles nur wegen eines Werbevertrags: Basketball-Idol Kobe Bryant leiht sein Gesicht einer türkischen Fluglinie – armenische Oranisationen werfen ihm darum vor, mit einem Staat zu sympathisieren, der einen Genozid leugnet.

Es gibt Dinge, die suchen das politische Amerika Jahr für Jahr so regelmäßig heim wie der Wintereinbruch. Eines davon ist der jährliche Streit über eine Anerkennung des vom osmanischen Reich vor fast 100 Jahren begangenen Völkermordes an den Armeniern durch den US-Kongress. Traditionell tobt die Debatte darüber, befeuert von der armenischen Diaspora, zu Beginn eines jeden Jahres, und zieht sich dann bis ins Frühjahr hinein.

Nach viel Hin und Her folgt der Kongress dann am Ende stets den Beschwörungen der amerikanischen Regierung, um Himmels willen nicht die Türkei zu verprellen, die man als Alliierten in unsicheren Weltgegenden dringend braucht. Diesmal aber ist vieles anders. Die Auseinandersetzung setzte schon Mitte Dezember ein, viel früher als gewöhnlich – und sie ist diesmal ein größeres Spektakel als sonst, verschont sie doch nicht einmal die NBA, Amerikas Basketballliga, und einen ihrer größten Stars, Kobe Bryant.

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