Aus Gastland wurde Heimat!

In Ankara findet das Symposium “Migration, Islam und Multikultur“ statt, das morgen vom türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül eröffnet wird. Vor Beginn der zweitägigen Diskussionen, hat das Zentrum für Migration- und Politikstudien der Hacettepe Universität (HUGO) die überraschenden Ergebnisse ihrer Untersuchung zum Thema veröffentlicht.

Demnach sehen die fünf Millionen Türken in Europa, die Länder, in denen sie Leben als ihre Heimat. 82,5 % der türkischen Auswanderer, von denen 3 Millionen in Deutschland, 2 Millionen in den anderen europäischen Staaten leben, haben keine Probleme an ihren Wohnorten. Die Studie wurde mit 2.634 Personen durchgeführt, die aus 22.000 Familien ausgewählt wurden.

Keine Rückkehr geplant

Die Studie zeigt, dass viele Menschen, die vor 50 Jahren als Gastarbeiter nach Europa gingen mit der Begründung: „Meine Kinder sind hier, meine Enkelkinder sind hier“ nicht planen in die Türkei zurückzukehren. Die Verbindungen in die Heimat werde erhalten und man versucht die Urlaube in der Türkei zu verbringen. Rentner verbringen längere Zeiten in ihrem Herkunftsland, kehren aber immer wieder zurück in die europäischen Staaten, in denen ihre Kinder leben.

Der HUGO Vorsitzende Murat Erdoğan hat die Studie bewertet und darauf hingewiesen, dass über die Hälfte der Menschen, die in Europa leben, die Staatsbürgerschaft ihrer zweiten Heimatländer angenommen haben.

An dem Symposium, das von der HUGO organisiert wird, nehmen neben dem Türkischen Zentrum für Integrationsstudien (TAM) auch das Zentrum für Islamstudien in Oxford (OCIS), die Organisation für Internationale Migration (IOM) und die Kommission für Integration in Europa der Großen Türkischen Nationalversammlung teil.

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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