„Wir werden die Teilung dieses Landes verhindern!“

Abdullah Öcalan, Führer der Terrororganisation PKK, hat im Gesprächen mit Staatsvertretern, dem unabhängigen Mardin Abgeordneten Ahmet Türk, den BDP-Abgeordneten Ayla Akad und seinem Bruder Mehmet Öcalan, die er auf der Gefängnisinsel Imralı empfing, in Bezug auf die neue Friedensphase wichtige Botschaften mitgegeben.

Bei einem BDP-Meeting vorgestern haben Akad und Türk die anderen Abgeordneten über ihre Gespräche mit Öcalan informiert. In den Gesprächen forderte der Terrorführer die Erleichterung des Informationsflusses, der grundlegend für aktuelle Entwicklungen sein kann. Nach dem Imralı Protokoll sind Öcalans Ansichten folgende:

–  Verbesserung der Bedingungen:

Damit ich die Rolle eines Unterhändlers übernehmen kann, müssen einige Bedingungen berichtigt werden. Die Regierung, die Staatsbeamten müssen die notwendigen Schritte erfüllen, um so mit einigen Organisationen, die in Europa, in Kandis, in der BDP und DTK tätig sind, besser kommuniziert werden kann. Wenn dies gegeben ist, kann ich meine Rolle noch besser spielen, der Prozess entwickelt sich schneller. Dies ist keine Verhandlung, dies ist eine Konsultation.

–  Die Instrumente und Methoden:

Die Treffen mit den Staatsvertretern werden weitergehen. Für die Waffenniederlegung ist ein starker Wille notwendig. Es ist schwer etwas zu sagen bevor man sie gesehen hat. Es kann etwas Zeit beanspruchen die Instrumente und Methoden zu bestimmen. Die Regierung sollte keine Diskurse wie “Wir vernichten sie, liquidieren sie, machen sie fertig“ benutzen. Dies würde der Friedensatmosphäre schaden, der Prozess wäre praktisch beendet.

–  Sie können sabotiert werden:

Es gibt einen friedensindizierten Kooperationsprozess. Es kann sein, dass man versuchen wird, diesen Prozess mit Anschlägen zu sabotieren. Wie bei dem Fall in Hakkari. Ich habe Bedenken. Gegen diese Positionen muss man vorsichtig sein. Es kann welche gegeben, die die Verhandlungen außer Gefecht setzen möchten. Einseitige Bemühungen reichen nicht, diesen Prozess in Frieden enden zu lassen. Wenn die Regierung deutlich ist, ist die Lösung einfach. Dies ist eine Gelegenheit, die Voraussetzungen sind passend.

–  Die Kandil Verbindung: (Kandil-Berge im Irak an der Grenze zum Iran und der Türkei, Hochburg der PKK-Terroristen)

Entweder wird eine direkte Verbindung mit denen in den Bergen geschaffen, damit ich ihnen meine Botschaften mitteilen kann oder ihr überbringt sie. Hört euch die Forderungen von denen in den Bergen an. Danach wird eine Waffenruhephase geführt. Ich möchte kein Sterben mehr.

–  Entschlossen für Brüderlichkeit:

Die Öffentlichkeit muss es endlich wissen. Wir sind entschlossen für Brüderlichkeit, für ein Zusammenleben. Auch wenn welche das Land teilen möchten, werden wir sie daran hindern, wir werden nicht gehen.

– Regelmäßige Verhandlung

Ich bin bereit eine positive Unterstützung zum Waffenstillstand zu leisten. Die Demokratisierung in der Türkei kann nicht unabhängig von den globalen Entwicklungen in die Hand genommen werden. Regelmäßige Verhandlungsgespräche sind wichtig. Mir ist von Bedeutung, dass die Zusammenkünfte transparent sind. Die BDP und DTK müssen ihre politischen Aufgaben erfüllen. Für einen endgültigen Waffenstillstand muss Sicherheit gewährleistet, die Gespräche hier müssen fortgeführt werden.

–  Keine Unterbrechungen

Ich habe sehr darüber nachgedacht, was beim Oslo – Habur falsch gelaufen ist, wo ein Fehler gemacht wurde. Ich habe keine Geduld für eine neue Unterbrechung.  (Habur ist ein türkisch-syrischer Grenzübergang. Der Oslo-Prozess war der Versuch den türkischen Geheimdienst MIT mit Vertretern der PKK über einen Frieden verhandeln zu lassen. Die Verhandlungen brachen nach einem Anschlag 2011 bei dem 14 Soldaten starben ab.)

Detaillierte Post auf SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung.

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